Archive - Press 1996 - 2002
Neue Zürcher Zeitung,
30. August 2002

Neue Zürcher Zeitung:
Die Stärken der Pianistin Michiko Tsuda zeigen sich am schönsten bei den französischen Komponisten. So bildete denn der zweite Teil ihres Klavierrezitals im Kleinen Tonhalle-Saal das prägende Ereignis des Abends. Die eröffnende a-Moll-Sonate KV 310 von Mozart fasste die Pianistin als dreisätziges lyrisches Gebilde auf. Sie vermied alles Zugespitzte und blieb in der Dynamik gerne im Mittelbereich, obwohl Mozart, beispielsweise in der Durchführung des ersten Satzes, die Extreme von Fortissimo und Pianissimo vorschreibt. Lyrische Gestimmtheit dann auch bei den Intermezzi op.117 von Brahms. Mit unerschütterlicher Ruhe liess die Pianistin die Musik fliessen und spannte über jeden der drei Andante-Sätze einen grossen Bogen. Mit "Vallée d'Ober-mann" aus dem ersten Teil der "Années de pèleri-nage" von Liszt stiess sie in dramatischere Ausdrucksbereiche vor. Der erste Ausbruch nach fünfunddreissig Minuten Lyrik kam wie eine Erlösung. Und dann die grossartige Charakterisierungskunst bei Françaix und Ravel: Fünf verschiedene Tonfälle zauberte Michiko Tsuda bei den "Cinq portraits de jeunes filles" des Erstgenannten aus ihrem Instrument hervor. Und in Ravels phantastischem "Gaspard de la nuit", einem der schwierigsten Stücke der Klavierliteratur, brillierte sie mit einer Technik, die sie mit Raffinement zur Vergegen-wärtigung dieser drei nächtlichen Spukszenen einsetzte.

Héctor Coda, La Nacion,
Buenos Aires,
11 de abril de 2000

La Nacion:
La apertura del Festival Internacional Encuentros en el auditorio de Bellas Belllas Artes, con el debut de la pianista japonesa Michiko Tsuda, constituyó un hecho de calificado nivel artístico. El ciclo Encuentros con el piano precede así al que la entidad dedicará al la música de cámara, en la segunda mitad del año, también con intérpretes argentinos y extranjeros. Fue inmejorable la impresión general causada por esta artista -talento precoz en su niñez-, que se formó en su país y en el Conservatorio Real de Bruselas, y ganó importantes premios en Europa. Michiko Tsuda no solamente posee sólidos conocimientos técnicos, que la habilitan para desempeñarse con solvencia en las obras que ejecuta, sino que los emplea con gran dominio tanto en el plan exprsivo como en el interpretativo. La técnica queda así íntegramente transferida al mensaje musical, y éste llega sin altibajos, con excelente sonido y un depliegue natural de las ideas musicales. La conjunción ideal que de ellos logró con la Toccata en Re mayor BWV 912 de Bach, fue la primera mustra de una naturalidad y un equilibrio en la exposici´n que seguiría durante todo el recital.

Michel Le Naour,
Le Monde de la Musique,
septembre 1999

Le Monde de la Musique:
En fait, Michiko Tsuda ne craint personne sur le plan technique, et cette disciple du grand pianiste hispano-belge Eduardo del Pueyo possède une musicalité qui donne à ces Etudes une réelle unité de conception. Elle aborde ces deux recueils avec un sens aiguisé de la nuance, un toucher subtil, capable aussi dans les Etudes les plus puisantes (no. 12 op. 10 dite « Revolutionaire », nos. 11 et 12 op. 25)de contrôler l'ambitus sonore et surtout de ne jamais durcir le ton. On regrettera parfois une propension à la sagesse (no. 17 op. 25), à un contrôle des sentiments et de l'expression au rofit d'une pureté pianistique très tactile. La clarté sonore, bien rendue par une prise de son naturelle, l'emporte ainsi sur le mystère et ferait davantage penser à une estampe d'Hokusai avec ses pleins et ses déliés qu'à une aquarelle tourmentée de Turner.

Dr. Wolfram Klante,
Tages-Anzeiger
Eisenacher Allgemeine,
19.04.99

Tages-Anzeiger Eisenacher Allgemeine:
Michiko Tsuda spielt mit exzellenter Technik den Klavierpart. Aus ihren rhapsodischen im weiten Oktavenabstand gehaltenen Solostellen war das nächtliche Schluchzen der Tenöre und das ornamentreiche Klampfen der Gitarren zu vernehmen. Leider lässt die Anlage der Komposition die hervortretendste Entfaltung von Virtuosität im Orchestersatz untergehen. Dennoch wäre es uns nicht unlieb gewesen, wenn uns die japanische Pianistin ein wenig mehr klavieristische Hochglanzpolitur gegönnt hätte. Ihr Erfolg war eindeutig.

Stefan Sandmeier,
Aargauer Zeitung, 25.
September 99

Aargauer Zeitung:
Die Solistin Michiko Tsuda nahm diesen Faden gekonnt auf: Mit perlender Leichtigkeit spielte sie die schnellen Läufe, nie unsicher, nie hastig - dabei ist die Leichtigkeit etwas vom Schwersten. Die leicht wehmütige Stimmung des Mittelsatzes in fis-moll bildete dazu den gefühlsvollen Kontrast, um sich dann im dritten Satz, einem beinahe schon übermütigen Allegro assai, wieder aufzuhellen.

Neue Zürcher Zeitung,
3. Februar 97

Neue Zürcher Zeitung:
Recht schön aufgebaut erklang Robert Schumanns Vierte, und die Pianistin Michiko Tsuda interpretierte Schumanns Klavierkonzert op. 54 mit klarem Zugriff, singend, klanglich differenziert und technisch perfekt. Grosser Jubel, zwei Zugaben.

Neue Zürcher Zeitung,
10. Juni 96

Neue Zürcher Zeitung:
Das rauschende Auf und Ab der Arpeggien des Soloklaviers wurde satt in den hier kräftigen Orchesterklang eingebunden, Melomanen kamen auf ihre Rechnung. Auch bei der Pianistin Michiko Tsuda, denn der vertrackte pianistische Stil eines Rachmaninow liegt ihr gut. Die schlichten melodischen Einfälle sang sie breit, aber nicht zu schwärmerisch aus, auf das Pathos liess sie sich ein, aber nicht zu betont. Und so kamen die Reize des Werkes schöner zur Geltung, als wenn Gefühligkeit und Schaum mit Emphase herausgestrichen würden.